Stavanger

Weniger Geld ausgeben // 5 Tipps zum Sparen im Norwegenurlaub

Norwegen ist eines der reichsten Länder der Erde – entsprechend hoch sind Bruttosozialprodukt und Lebenshaltungskosten. Schon Ende der Neunziger, als ich zum ersten Mal dort war – in Bergen und auf den Lofoten – rissen einige Tage Aufenthalt in Norwegen ein großes Loch in die Urlaubskasse. Daher fragte ich mich, ob man im Norwegenurlaub überhaupt sparen kann und stellte 2017 fest: Ja, das geht! Auch ein Norwegenurlaub lässt sich so verbringen, dass es dem Konto nicht wehtut – mit diesen fünf einfachen Tipps:

  1. Such dir einen Aufenthaltsort, der viel Variation bietet

Mein Mann und ich reisen im Großen und Ganzen auf zwei Arten: Anreise mit Flug oder Auto und dann Rundreise (ggf. mit Mietwagen) oder eben ein Ort für die gesamte Zeit und dann sternförmige Ausflüge. Für den Norwegenurlaub 2017 entschieden wir uns für letzteres und fuhren mit dem eigenen Wagen von Hannover nach Norwegen in zwei Etappen (eine Übernachtung vor der Fährüberfahrt im Norden Dänemarks). Wir entschieden uns für Stavanger, weil es erstens in zwei Etappen gut zu erreichen ist und zweitens wirklich alles bietet: Shoppen in der Altstadt, Museen, Berge und Fjorde in der Nähe, ebenso wie Strand und Meer im Umkreis. Außerdem diverse Sportmöglichkeiten, von Reiten bis SUP. Um jeden Tag etwas Neues zu erleben und zu sehen, mussten wir nie weit fahren, die weiteste Strecke betrug 80 Kilometer nach Åkrehamn auf Karmøy im Norden. Das Auto ist extrem sparsam, gerade bei den Durchschnittsgeschwindigkeiten in Skandinavien, und so kamen wir insgesamt mit 225 Euro für Hin- und Rückreise sowie Fahrten vor Ort aus.

PIN IT! Stavanger bietet alles, was du brauchst an einem Ort – wunderschöne Ausblicke, …

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PIN IT! Spaziergänge am Wasser, …

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PIN IT! oder durch die Altstadt, …

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PIN IT! und es gibt tolle Cafés wie das beliebte Bøker og Børst in der quietschbunten Øvre Holmegate.

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PIN IT! In einem Tagesausflug schafft man es gut zum Preikestolen (Pulpit Rock).

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PIN IT! Er liegt am Lysefjord.

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PIN IT! Nach einer Wanderung von 3,5 Kilometern hat man einen unvergesslichen Blick …

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PIN IT! … auf das Fjordpanorama.

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PIN IT! In Åkrehamn …

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PIN IT! … hat der Strand türkisfarbenes Wasser.

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  1. Finde einen Supermarkt mit Salatbar

Mit am teuersten im Vergleich zu Deutschland sind in Norwegen die Lebensmittel. Essen gehen ist somit erheblich kostenaufwendiger als zuhause. Schon in Schweden hatten wir gute Erfahrungen mit Salatbars in Supermärkten gemacht. Dank Google fanden wir heraus, welche Supermärkte in Norwegen wie ticken. Weit verbreitet sind zum Beispiel Rema1000, Kiwi und Coop, aber nur die Variante Coop mega bot in Stavanger eine Salatbar. Dort holten wir uns fast täglich unser Abendessen für 150 NOK also umgerechnet 15 Euro für zwei Personen. Die Salatbar bot neben den üblichen Komponenten für grünen Salat auch Kichererbsen, Bohnen, Krabben, Surimi und unübertroffene Oliven als Topping alles zum selbst zusammenstellen.

  1. Nutze das Frühstücksbuffet ausgiebig

Nein, das steht vielleicht nicht im Knigge. Andererseits gibt es Menschen, die schon morgens vier Mal nachnehmen, während ich morgens nur einen Gang, höchstens noch ein Mini-Croissant schaffe. Deswegen habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, zwei Scheiben Brot und Käse zusammen zu legen, die mir durch den ersten Hunger nach dem Frühstück helfen, der oft dann kommt, wenn es keine vernünftigen und günstigen Lunchmöglichkeiten in der Nähe gibt. Übrigens ist es wirklich von Vorteil, ein Hotel mit abwechslungsreichem Frühstücksbuffet zu haben. Das kann man vorher natürlich nicht bis ins letzte Detail abklären, in unserem Fall hatten wir Glück. Weil es so schlecht war, zogen wir nach drei Tagen aus dem Park Inn by Radisson aus und wechselten ins Clarion – dank booking.com kein Problem. Das Clarion hatte das beste Frühstück, das wir jemals in einem Hotel erlebt haben. Von Porridge über echtes Körnerbrot bis hin zu Kokosnusswürfeln als Müslitopping war alles da und hielt lange satt. So reichte uns am Mittag ein Milchkaffee und dann erst wieder Abendbrot.

 

PIN IT! Wir hatten erst ein anderes Hotel gebucht, wechselten aber dann ins Clarion.

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PIN IT! Das bot – neben einem super Blick – auch ein sehr gutes Frühstücksbuffet, was uns beim Sparen half.

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  1. Nimm Alkohol aus Deutschland mit

Genussmittel gehören neben Lebensmitteln zu den teuersten Ausgaben im Norwegenurlaub. Deshalb empfiehlt es sich, die erlaubte, nicht zu verzollende Einfuhrmenge (www.toll.no) aus Deutschland mitzunehmen. Natürlich kann man diese dann nur im Hotelzimmer trinken, aber es macht den Urlaub definitiv günstiger.

  1. Schau dir die Sales an

Für mich gehört es auch zum Urlaub, durch die Shops zu schauen und das ein oder andere Teil zu kaufen. Ich war wirklich erstaunt, wie günstig in Norwegen Kleidung ist. Ich hatte damit gerechnet, dass sie – wie vieles andere auch – teurer ist als in Deutschland, aber tatsächlich liegen die Preise auf dem Niveau von Deutschland. Da sich in Stavanger im Juli das Ende der Saison näherte, gab es etliche Angebote, und so verlegte ich mein alljährliches August-Shopping von Sommersachen aus dem Sale kurzerhand ein paar Wochen nach vorn. Ich kaufte eine Tunika, eine Bluse und einen Winterpulli, und alle drei Teile kosteten jeweils keine zehn Euro. Wer du nicht gerne günstige Kleidung kaufst, sondern auf Nachhaltigkeit Wert legst, empfehle ich dir in Stavanger den Shop Mido Fair Fashion. Die fair gehandelte und gefertigte Kleidung dort ist ebenfalls nicht teuer.

Ich wünsche dir viel Spaß im Norwegenurlaub und hoffe, dass ich dir mit diesen kleinen Tipps helfen konnte.

Deine Julia Beatrice

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