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Minimalismus Challenge // #4 Einmischen pt. 2

Willkommen in Woche 4. In der letzten Minimalismus Challenge ging es darum, aufzupassen, wann und wo du dich einmischst. Die heutige Fortsetzung befasst sich mit dem Kommentieren, Bewerten und Diskutieren.

Ich nenne einen Teil meiner Psychohygiene seit einiger Zeit Einmisch-Fasten und praktiziere ab der Fastenzeit die Zurückhaltung in Diskussionen, sowohl online als auch offline.

Denn wem ist damit geholfen, wenn sich halb Deutschland über eine Oma auf dem Motorrad im Hühnerstall empört? Wer wird sich in fünf Jahren noch an diese Welle der Aufregung erinnern?

Sich nicht unnötig in Diskussionen verwickeln zu lassen, tut sowohl auf der Arbeit und im Privatleben als auch auf Social Media unheimlich gut – und spart jede Menge Zeit. Gewisse Methoden und Fähigkeiten erleichtern die Kommunikation zwischen uns Menschen erheblich. Sie ermöglichen es dir – im minimalistischen Sinn – deinen Geist nur mit einem Austausch zu befassen, der gewinnbringend ist.

 

Zur Ergänzung des Textes. Mädchen mit Klebeband über dem Mund

PIN IT! If you can’t say it nice, say nothing. Photo by Maria Krisanova on Unsplash

PIN IT!

 

Die grundsätzliche Einstellung: Kommunikation immer erfolgreich durchführen

Die Tipps dafür sind einfach, aber aufgrund der unterschiedlichen Situationen und menschlichen Verhaltensweisen erfordert es Disziplin, sie täglich anzuwenden. Dazu will ich dich in der Minimalismus Challenge #4 ermuntern:

  • Entwickle die unbedingte Bereitschaft, Kommunikation erfolgreich durchzuführen.
  • Setze den bestmöglichen und erfolgversprechendsten Rahmen für den Austausch. Du möchtest der älteren Generation, für welche die Oma im Hühnerstall symbolhaft stand, mitgeben, nachhaltiger zu leben und mehr Klimaneutralität an den Tag zu legen? Dann schimpfe nicht auf Facebook herum, sondern suche das persönliche Gespräch und überzeuge mit Argumenten.
  • If you can’t say it nice, say nothing. Äußere dich wertschätzend. Sich mit dem Kommentieren, Bewerten und Diskutieren zurückhalten heißt nicht, dass du dich überhaupt nicht mehr äußerst. Es ist bekannt, dass du nicht nicht kommunizieren kannst. Auch dein Schweigen ist eine Aussage. Fällt es dir jedoch schwer, eine Meinung positiv auszudrücken, dann stelle sie vorerst zurück.
  • Lege fest, welches Ziel du verfolgst, wenn du etwas sagen möchtest. Sobald du dir deiner Absichten klar bewusst bist, kannst du ein Gespräch besser lenken.
  • Lerne, den Perspektivwechsel zu beherrschen. Wie kommt es bei deinem Gegenüber an, wenn du etwas sagst? Bevor du unbedacht handelst, bremse dich lieber einmal kurz. Oft reicht eine Sekunde schon aus, um zu entscheiden, ob die nächsten Worte vielleicht falsch aufgenommen werden könnten.

 

Diese und weitere Regeln der erfolgreichen Kommunikation helfen dir gerade in stressigen Situationen, bei dir selbst und deinen Zielen zu bleiben. Du verschaffst dir besonders wirkungsvoll Platz im Kopf, wenn du sie im Alltag übst und dich aus Social Media zeitweise ganz ausklinkst. Passend dazu wird es in der fünften Woche der Minimalismus Challenge um das Thema Apps gehen.

 

Viel Erfolg bei deiner Minimalismus Challenge
Deine Julia Beatrice

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