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5 Top Seattle Sehenswürdigkeiten mit dem City Pass entdecken

Für die Seattle Sehenswürdigkeiten bietet sich der Seattle CityPASS an, und ich nehme dich nun mit auf eine Reise zu allen Attraktionen, die das Couponheft für 94 Euro pro Person enthält (Stand: 2021).

Fünf Seattle Sehenswürdigkeiten sind im CityPASS enthalten

Der offizielle Seattle CityPASS ist an 9 aufeinanderfolgenden Tagen gültig und ermöglicht dir eine große Ersparnis in dem Fall, wenn du mehrere Top Seattle Sights während einer einzigen Reise besuchen willst. Die 2 Seattle Sehenswürdigkeiten Space Needle und Seattle Aquarium sind fest enthalten. Optional kannst du aus 5 weiteren Attraktionen 3 auswählen:

  • Chihuly Garden and Glass
  • Museum of Pop Culture
  • Woodland Park Zoo
  • Argosy Cruises Harbor Tour
  • Pacific Science Center (wird Ende 2021 wieder eröffnet)

Der Pass bringt bei 5 Aktivitäten insgesamt eine Ersparnis von 46% gegenüber den regulären Preisen, zusammenaddiert. Grundsätzlich würde ich dir für einen Citytrip immer empfehlen, zuerst Orte auszusuchen, mit denen du dir gleichzeitig einen Überblick verschaffen kannst. Bezogen auf die 5 Seattle Sehenswürdigkeiten, die im CityPASS enthalten sind, wären das die Space Needle und die Hafenrundfahrt.

Für die Space Needle erhältst du sogar zweimal innerhalb von 24 Stunden Zutritt mit dem CityPASS und kannst deshalb die Aussicht einmal am Morgen und einmal zum Sonnenuntergang mit anschließendem Lichtermeer besuchen.

Space Needle

Nur wenige Meter von der Straße Denny Regrade entfernt kannst du einen ersten Blick auf die Space Needle erhaschen. Das Wahrzeichen von Seattle an der 400 Broad Street wurde 1961 bis 1962 gebaut und war zu diesem Zeitpunkt das zweithöchste Gebäude der USA westlich des Mississippi. Größer waren in dem Jahr nur die Pylonen der Golden Gate Bridge in San Francisco. Die Space Needle war das erste hohe Gebäude mit einem drehbaren Restaurant in Nordamerika. Anlass des Baus war die Weltausstellung von 1962 mit dem Motto „Das Leben des Menschen im Weltraumzeitalter“.

Seattle Sehenswürdigkeiten: Space Needle mit danebenliegendem Gebäude von unten fotografiert

Unser erster Blick auf Seattles Wahrzeichen.

Die Nummer 1 unter den Top Seattle Sehenswürdigkeiten ist mitsamt Innenräumen und Website ein Musterbeispiel für Storytelling von Museen. Der Legende nach soll der Erfinder der Space Needle sie zuerst auf einer Restaurantservierte skizziert und benannt haben. Auf einer LED-Wand wird mit den Herkunftsländern der Besucher gespielt. Ihre Heimatorte werden angezeigt sowie die Anzahl von Meilen, die sie zurückgelegt haben, um die Space Needle zu besichtigen. Namen und Orte gibst du selbst zuvor ein.

Wir waren schon auf vielen der (heutigen und ehemals) höchsten Gebäude der Welt, unter anderem auf dem CN-Tower in Toronto. Der Ausblick ist jedes Mal umwerfend, wurde aber von der Space Needle noch einmal locker übertroffen. Gen Westen liegen die Olympic Mountains und Richtung Osten der Mount Rainier. Der schneebedeckte Berg zaubert hinter der City Skyline eine atemberaubende Kulisse.

Chihuly Garden and Glass

Chihuly Garden and Glass liegt direkt unterhalb der Space Needle und gehört ebenfalls zu den Seattle Sehenswürdigkeiten, die du mit dem CityPASS erkunden kannst. Es handelt sich um eine Ausstellung, mit der Seattle „die Beschwingtheit der Kunst in seiner Gemeinschaft“ feiern will. Chihuly ist der Name von Dale Chihuly, einer der bekanntesten Glasbläser weltweit. Er hat die Glasbläserei sogar studiert und 1967 mit dem Master Degree abgeschlossen. Chihuly lernte von einem Professor namens Harvey Littleton, Pionier der amerikanischen Studioglasbewegung. Chihuly Garden and Glass beherbergt mehrere Indoor- und Outdoor-Ausstellungsräume mit spektakulären Art Objekten. Ich werde nie verstehen, wie man aus flüssigem Glas Objekte von großartiger Schönheit formen kann. Wahrscheinlich das Wesen von Kunst.

Die Ikebana und Float Boats Serie ist von Chihulys Besuch in Finnland, dem Land der tausend Seen, beeinflusst.

Der Macchia Forest zeigt riesige Blumenkelche.

Nach den abgedunkelten Innenräumen Sealife Room und Mille Fiori, einem Phantasiewald mit Blumenfeld aus Glas, gelangst du in einen komplett gläsernen Raum, über den sich ein 40 Fuß hoher Himmel aus orangefarbenen Glasobjekten spannt. Das Glashouse ist ein gutes Beispiel dafür, wie Chihulys Kunst mit den riesigen Räumen verschmilzt. Außerdem stellt der Raum eine gute thematische Überleitung zum Außenareal dar. Der Garten ist besonders atemberaubend. Die Glaskunst fügt sich so wunderschön zwischen die Blumen, dass man sich wie im Kunstparadies fühlt.

„I want people to be overwhelmed with light and color in a way they have never experienced.“

Dale Chihuly

Museum of Pop Culture

Das von Architekt Frank O. Gehry designte Museum of Pop Culture deckt die Schwerpunkte Rockmusik, Popkultur und Science Fiction ab. Das MoPOP gehört zu den Aktivitäten, die Musikfans auf ihrer Reise zu den Seattle Sehenswürdigkeiten nicht verpassen sollten. Es lohnt sich aber ganz genau so für alle, die sich für Popkultur interessieren. Man sollte genügend Zeit mitbringen, um die Einzelausstellungen, Original-Instrumente, handschriftlichen Aufzeichnungen und historischen Kleidungsstücke, zum Beispiel von Jimmy Hendrix oder von Prince, anzusehen.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Grunge-Ära – jene Phase aus den Neunzigern, die Seattle überhaupt erst auf die Landkarte von Musikfans weltweit gesetzt hat. Wir hatten Glück, dass bei unserem Besuch gerade die Ausstellung „Nirvana – Taking Punk to the Masses“ lief. In diesem Artikel habe ich alle Stationen beschrieben, die wir in Washington State auf den Spuren von Kurt Cobain und Nirvana besucht haben.

Argosy Cruises Harbor Tour

Während Space Needle, Museum of Pop Culture und Chihuly Garden and Glass in unmittelbarer Nähe zueinander liegen, ist der Weg zur Waterfront und zum Pike Place Market knapp 2 km lang. Du kannst ihn nutzen, um einen Spaziergang zu unternehmen und noch rechtzeitig eine der letzten Harbor Cruises am Tag zu erwischen. Argosy Cruises ab dem Pier 55 ist die absolut beste Möglichkeit, die Skyline von Seattle zu genießen, die vom Wasser aus am besten zur Geltung kommt.

Die Skyline von Seattle ist einfach der Knaller. Photo by Knopka Ivy on Unsplash

Woodland Park Zoo, Seattle Aquarium, Pacific Science Center

Falls du es liebst, die tierischen Aktivitäten einer Stadt zu entdecken, dann ist der Woodland Park Zoo und das Seattle Aquarium das richtige für dich im Seattle CityPASS. Der Woodland Park Zoo ist eine 92 Hektar große Oase, in der es zahlreiche Tierarten zu sehen gibt. Die zahlreichen interaktiven Stationen des Pacific Science Center laden zum Forschen, Entdecken, Ausprobieren und Staunen ein und sind ab Ende 2021 nach einem Umbau wieder im City Pass verfügbar.

Seattle Restauranttipps

Auf der Suche nach dem Essen, das wir in Nordamerika immer bestellen – „Really hot wings, BBQ, served with celery sticks, carrots, and bleu cheese dressing“ sowie „Caesars Salad“ stießen wir auf das 5 Point Café. Das 5 Point Café soll angeblich „Washington State’s Most Iconic Bar“ sein. Aber so ist das mit den Superlativen in Amerika: Manchmal stimmt’s und manchmal ist es einfach nur gutes Marketing.

In diesem Fall blickt das Café auf eine wirklich lange Geschichte an der Denny Regrade (Straße) zurück und gilt wirklich als ein „Must-see“ bei den Seattleites. Das Essen und Trinken – betitelt mit „American comfort food“, sprich: Burger und Fritten und „legendary stiff drinks“, also: Bier – waren okay und vergleichsweise teuer, aber dafür lag das 5 Point Café eben auch zentral.

Wir zahlten insgesamt 45 Euro plus 6 Dollar Trinkgeld für Wings, Burger, Salat, O-Saft, Kaffee, Bier, Cider und lauschten noch ein wenig der Straßenmusik, welche in unsere vom Jetlag aufgeweichten Gehirne drang wie Schallwellen in ein Aquarium.

Amüsant war die Leuchtreklame mit dem Hinweis „Definetely no Pokémon here“ – eine Anspielung auf das im Sommer 2016 populär gewordene Game „Pokémon GO!“

Touren zu den Seattle Sehenswürdigkeiten machen hungrig. Wir aßen außerdem in der Lunchbar vom MoPOP für rund 16 Euro sowie im Red Robin am Hafen für rund 36 Euro. Das sind eher schnelle Restaurants als „In-Locations“, aber sie lagen auf dem Weg und der Whisky-Burger im Red Robin war wirklich lecker. Hier ein paar weitere Restauranttipps, die ich für dich herausgesucht habe:

Green Leaf (Vietnamesisch)

Ma’Ono Fried Chicken and Whisky – Hühnchen mit brünierter, knuspriger Haut, Kimchi, Reis und Dip-Saucen sowie Saimin, eine hawaiianische Version von Ramen klingt das gut?

Spinasse (Gerichte aus der Piedmont Region, Norditalien)

Hot Cakes Milchshakes mit schnörkellosem dunklem Schokoladengeschmack – dick, cremig und nicht zu süß, Drunken Sailor Shake mit Erdnussbutter, Karamell und Whiskey und ein gesalzener Erdnussbutter-Cookie, gespickt mit Milchschokoladenstückchen – yummy!

Starbucks

Seattle ist auch die Wiege von Starbucks. Kaum zu glauben, dass es den ersten Starbucks im Viertel Pike Place Market schon ab 1971, sechs Jahre vor meiner Geburt, gab. Natürlich besuchten wir den Starbucks im Viertel, aber angeblich soll der allererste Laden nicht genau dort gewesen sein, wo heute die Filiale am Pike Place Market steht. Der Kaffeegigant veröffentlicht seine Geschichte im Internet – ganz interessant.

Starbucks früher..

..und heute.

Umgebung von Seattle

Zu den Seattle Sehenswürdigkeiten gehören unbedingt auch die Boeing-Werke. Ursprünglich baute Boeing seit 1936 seine Flugzeuge zwischen dem Flughafen Seattle-Tacoma und Seattle Downtown, zog aber 1968 um in die 50 Kilometer nördlich von Seattle gelegene Stadt Everett. Die dortige Fertigungshalle, Heimat des Dreamliners, ist dem Volumen nach das zweitgrößte Gebäude der Welt.

Geführte Boeing Factory Touren (ohne eine geführte Tour kommt man nicht aufs Gelände) umfassen auch einen Blick auf den Dreamliner-Bau. Sie beginnen zwischen 8.30h und 17h halbstündlich, man sollte eine Stunde vorher da sein. Sie dauern 90 Minuten und kosten 20 Dollar pro Person. Das Future of Flight Aviation Center ist meiner Meinung nach nicht lohnenswert.

Wer sich intensiv mit Luft- und Raumfahrt beschäftigt, sollte in Betracht ziehen, das National Air and Space Museum in Washington D.C. zu besuchen, auch wenn der Osten der USA sehr wahrscheinlich eher mit einer zweiten Reise abgedeckt werden kann.

Seattle Hoteltipp

Ich würde dir das Warwick Hotel empfehlen, welches America Unlimited für uns gebucht hatte. Es liegt in Belltown, ein typisches amerikanisches Stadtviertel in der Nähe der Downtown mit Hochhäusern, Kaufhäusern wie Macy’s, Starbucks und einer Restaurantszene, die nicht nur für Touristen, sondern vor allem auch für Geschäftsleute gemacht ist: schnell und durchschnittlich preiswert.

Von Belltown aus ist es zu Fuß nicht weit zu den Seattle Sehenswürdigkeiten im City Center mit der Space Needle (linker Hand) oder zum Hafenviertel. Pike Place Market liegt rechts von Belltown und ist ebenfalls nicht weit. Nach Capitol Hill und zum Queen Anne Hill oder zum Lake Union und Lake Washington wäre es allerdings besser, zu fahren.

Seattle Songlist

Seattle Buchtipp

„50 Shades of Grey“ spielt in Seattle – für das luxuriöse Apartment von Christian Grey hat sich die Autorin vom Penthouse Escala zwischen der Fourth Avenue und Virginia Street, inspirieren lassen. Ana und ihre Freundin Kate wohnen in der Nähe des Pike Place Market, nachdem sie das Studium beendet haben.

Kategorie: ✎ My Travel Journal, Citytrips, Fernreisen, USA

von

Julia Beatrice war früher Journalistin und schreibt heute auf Julias Journeyz über das Reisen. Außerdem gibt sie Tipps für einen minimalistischen Lebensstil. Sie ist ein Katzenmensch, fährt lieber ans Meer als in die Berge und liebt ihren Kaffee mit einem Löffel Zucker auf dem Milchschaum. Sie mag nicht, was alle mögen und hasst die Einschränkung von Freiräumen.

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