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Minimalismus Challenge // #5 Apps

In der Minimalismus Challenge #5 geht es um das Thema Digital Detox und Apps. Digital Detox bedeutet digitale Entgiftung. Diese zielt auf weniger elektronische Kommunikation, um dem Reichtum der realen Welt wieder mehr Beachtung schenken zu können. Nebenbei verbesserst du deine Konzentrationsfähigkeit und es fällt dir leichter, angefangene Projekte zielstrebig zu Ende zu bringen.

Täglich begegnen uns zahlreiche Darauf-muss-ich-reagieren-Reize. Das können Push-Benachrichtigungen sein oder ständige kleine Entscheidungen auf Fragen wie: Wollen Sie den Kaffee hier trinken oder to go? Dazu kommen die endlosen Möglichkeiten des Internets. Ob es an meinem Urlaubsort wohl schon warm ist? Die Reize scheinen winzig, nur ein kurzer Blick auf das Handy. Wir haben sogar das Gefühl der Effizienz. Es wirkt wie ein Zeitgewinn, zu Hause die Mails von der Arbeit zu checken und sich im Büro privat via Messenger zu verabreden. Doch diese kleinen Unterbrechungen zerlegen unsere Zeit in 1000 Stücke. Sie besetzen kostbaren Raum in unserem Kopf und machen unser Leben übervoll.

 

Zur Ergänzung des Textes. Frau mit lackierten Fingernägeln tippt auf Handydisplay.

PIN IT! Der Griff zum Handy fragmentiert den Alltag in Bruchstücke. Um zur Ausgangssituation zurückzukehren, brauchen wir 15 Minuten. Erst danach können wir uns wieder voll und ganz konzentrieren. Photo by Rob Hampson on Unsplash

PIN IT!

 

Mit App-Detox in den Flow kommen

Die Folge: Die dauernde Überforderung macht uns aggressiv, fahrig und unzufrieden. Um die Zufriedenheit zu erleben, eine Aufgabe gut gemeistert zu haben, brauchen Menschen neben Ruhe, ausreichend Schlaf und gesundem Essen absolute Konzentration. Dann können wir uns vertiefen, in unserem Tun versinken und die Zeit vergessen. Um meinen täglichen Flow nicht zu unterbrechen, praktiziere ich sowohl beruflich als auch privat regelmäßig Ruhe:

  • Ich stelle mein privates Mobiltelefon grundsätzlich auf lautlos
  • Auch mein Telefon auf der Arbeit stelle ich oft auf Ruhe und beantworte aufgelaufene Anrufe nach einer Phase konzentrierter Deep Work

 

Anordnung von Apps unterstützt Fokussierung

Darüber hinaus habe ich mich klar zu Sozialen Netzwerken, Apps und Newslettern positioniert. Lass mich das einmal am Aufbau meines Mobiltelefons erklären: Ich besitze lediglich zwei Screens mit Apps. Insgesamt arbeite ich auf dem Handy mit 40 App-Symbolen. Diese klare Anordnung unterstützt meine Fokussierung. Und so habe ich meine Apps aufgebaut:

  1. Erste Display-Seite: Alle Apps zum Ausführen praktischer, alltagsbezogener Aktionen. Dazu zähle ich die Geräte-Einstellungen, Kontakte, Kalender, Uhr, Taschenrechner, Wettervorhersage, zwei Apps zum schnellen Lesen von News, die App meines Fitnessstudios, Musikspeicher, Radio, Kamera, drei Messenger Apps -nämlich SMS, Telegram und Facebook-Messenger- zwei Browser -nämlich Ecosia und Firefox- sowie alle nicht deinstallierbaren Google-Apps in einem Ordner
  2. Zweite Display-Seite: Alle Apps, die ich für die Arbeit am Blog Julias Journeyz benötige. Das sind der Fotospeicher, WordPress, Instagram plus Boomerang, das Automatisierungstool Later sowie ein Follower-Analyzer; Grafikprogramme wie Canva und Prisma und -da ich auf Instagram zweisprachig blogge- die Übersetzungshilfe Linguee. Dann kommen die Videobearbeitung mit zwei Apps sowie zwei weitere Apps für die Aufnahme von Sprachnotizen. Apps, die mich in der Planung von Reisen unterstützen -wie Flixbus und Airbnb- fasste ich in Ordnern zusammen. Zu guter Letzt kommen Office, Internet-Security und so weiter.

 

Push bewusst einschränken

Ganz bewusst entschied ich mich gegen die App von Facebook auf dem Handy. Und ich bin vor zwei Jahren komplett aus WhatsApp -als Zeitfresser ohne Ende- ausgestiegen. Facebook lese ich auf dem Mobiltelefon nur im Browser. Die App habe ich deinstalliert. Das bringt Einschränkungen in der Funktionalität mit sich. Es verschafft mir aber den Luxus, Push-Nachrichten nachhaltig auszublenden. Die einzigen App, die mir auf dem Handydisplay die kleine Ziffern für neue Nachrichten anzeigen darf, ist Instagram. Ganz einfach weil Instagram mein Hauptkanal ist. Neue E-Mails, Anrufe, SMS sowie Nachrichten via Telegram und Facebook-Messenger bekomme ich zwar durch Blinksymbole und nach dem Entsperren des Bildschirms mit. Ich erlaube mir aber, zu einem späteren Zeitpunkt und gesammelt darauf zu antworten.

Jeder muss seinen eigenen Weg finden, mit dem ständigen Strom neuer Reize und Informationen umzugehen. Wichtig finde ich den bewussten Umgang damit. Sich einmal klarzumachen: was brauche ich und was brauche ich nicht. Und zu welchem Zweck nutze ich es. Beispielsweise bin ich kein Freund von Newslettern. Ich empfange -wenn es hochkommt- drei Newsletter. Diese haben den Zweck, mich über Discounts zu informieren – von Flügen zum Beispiel. Sämtliche Benachrichtigungen aus Sozialen Netzwerken auf meine E-Mail-Adresse habe ich deaktiviert.

Ich ermuntere dich, dir das Thema während der Minimalismus Challenge #5 einmal vorzunehmen und für dich sinnvoll zu beantworten. Tipps von dir an mich sind wie immer willkommen.

 

Alles Liebe
Deine Julia Beatrice

Comments
  • Mirko

    Großartige Tipps! Davon werde ich sicher einige umsetzen, gerade die Anordnung mit den Apps finde ich spannend 🙂

    • Julia
      Mirko

      Es freut mich, dass die Tipps hilfreich sind 🙂
      Und eine klare App-Anordnung bringt wirklich etwas.
      Bin gespannt auf deine Erfahrung!

      Viele Grüße
      Julia Beatrice