Pazifischer Nordwesten // #5: Mount Rainier & die Wildblumen

Die erste Strecke mit dem Mietwagen, den wir bei Alamo Downtown Seattle aufgepickt hatten, war mit 82 Meilen, also 132 Kilometern, relativ kurz. Sie führte uns zum Mount Rainier, den man von Seattle aus an klaren Tagen gut sehen kann. Der Schichtvulkan ist mit 4.392 Metern der höchste Gipfel der Cascade Range (Kaskadengebirge), eine 1.130 Kilometer lange Gebirgskette, die sich vom Süden British Columbias bis nach Nordkalifornien erstreckt, wo sie in die Sierra Nevada übergeht. Der Gipfel, dessen Name nach Fürst Rainier von Monaco klingt, wurde von George Vancouver nach seinem Freund, Admiral Peter Rainier, benannt. Die Indianer nannten den Berg in zahlreichen Sprachen Takhoma, so heißt auch der Flughafen von Seattle. Inzwischen wurde eine Bewegung gegründet, die sich dafür einsetzt, dem Berg seinen indigenen Namen wiederzugeben.

 

PIN IT! Von Weitem ist der Mount Rainier bereits gut zu sehen.

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PIN IT! Der Gipfel, von Sunrise aus gesehen. Indianer gaben ihm den Namen Großer Berg, Schneespitze oder Ort, von dem das Wasser kommt.

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PIN IT! Landschaftsmalerei bietet sich an diesem Ort wirklich an.

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Was uns zum Mount Rainier zog, war neben der günstigen Lage auf unserer Strecke, dass in unserem Reisemonat besonders viele Wildblumen dort blühen sollten. Wildblumen, auf Englisch: meadows, haben es mir ganz besonders angetan. Deswegen informierte ich mich im Vorfeld, an welchen Stellen man im Mount-Rainier-Gebiet besonders gut Wildblumen entdecken kann. Alle Nationalparks in den USA haben von der Regierung betriebene Internetseiten unter der Domain nps.gov/ (National Park Service). So auch der Mount Rainier, für den wir übrigens 25 Dollar Single Vehicle Fee für sieben aufeinanderfolgende Tage zahlten. Dort sind mehrere Wildflower Areas aufgezählt und beschrieben. Am Abend nach unserer Ankunft im Crystal Mountain Resort, das wir übrigens nicht empfehlen können, fuhren wir noch hoch nach Sunrise – aber es war zu spät, um noch wandern zu gehen und Wildblumen zu entdecken.

Deswegen starteten wir am nächsten Tag einen neuen Versuch in Paradise. Auf dem Weg dahin hörten wir den Soundtrack zu True Detective, der perfekt in die Gegend passte. In Paradise gibt es ein großes Visitor Center mit Resort, das ein wenig an das Hotel in The Shining erinnert. Der Drehort des Films mit Jack Nicholson, die 70 Jahre alte Timberline Lodge, liegt zwar auch im Kaskadengebirge, aber sehr viele Meilen weiter südlich, am Mount Hood. Das Visitor Center ist sehr gut organisiert, wusste genau, an welchen Stellen die Wildblumen gerade am besten zu sehen sind, und gab uns die richtigen Wanderkarten umsonst dafür mit. Die Visitor Center werden von Park Rangern betrieben, die auch superinteressante Ranger-led programs anbieten. Leider fehlte uns dafür die Zeit.

Wir parkten entlang der Valley Road (Achtung: One Way) am Parkplatz zum 4th Crossing Trail, bogen dann zum Skyline Trail ab und bewunderten am Lakes Trail die Wildblumen.

 

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Der Trail war ziemlich gut zu bewältigen, und wir waren nur etwa eine Stunde unterwegs. Außer der Pink Mountain Heather (Pinkes Heidekraut) sahen wir die Rockslide Larkspur (Delphinium glareosum) und auch …

 

PIN IT! .. den Scarlet Paintbrush (Castilleja) ..

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PIN IT! … die Sitka Valerian ..

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PIN IT! … und die Pasqueflower Seedhead (Pulsatilla).

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Mit dem frischen Eindruck der Wildblumen fuhren wir an dem Tag noch 140 Kilometer zu einem Ort, dem die Natur wieder neues Leben einhauchen musste: Zum Mount St. Helens.

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